Neues Briefzentrum Germering – Kommunikation und Dialog mit den Bürgern und Entscheidungsträgern

Eigentlich wollen die Menschen kurze Wege zu und von Ihrem Arbeitsplatz. Denn lange An- und Heimfahrtswege beschneiden die Freizeit; wertvolle Zeit, die in Verlust an Lebensqualität gemessen wird.

Wenn es dann jedoch um die konkrete Ansiedlung von Industrie, Dienstleistungsgewerbe und Handel geht – also um reale Baumaßnahmen, kommen die Bedenkenträger zum Vorschein: zu viel Verkehr, zu viel Lärm, scheinbar zu viel an allem …

In den Dialog treten

Umso wichtiger ist es daher, in den Dialog einerseits mit betroffenen Bürgern und andererseits natürlich auch den politischen Entscheidungsträgern zu gehen. Frühzeitig klar die konkreten Vorteile einer Ansiedlung zu kommunizieren. Auch kritische und problematische Punkte müssen in einem offenen, sachlichen und diplomatischen Dialog dabei angesprochen werden. Keiner will und soll angreifbar werden. Konfliktscheue ist hier fehl am Platz.

Das proaktive Vorgehen bewirkt dabei aber, dass ein Thema durch den Vorhabensträger gesetzt ist, die kommunikative Fallhöhe vorgegeben und im frühen Stadium eines Projekts, meist auch die Bilderhoheit gewahrt wird.

Wie entsteht Meinung?

Hier gibt es vier entscheidende Einflussfaktoren. Die Meinung anderer, die öffentliche Meinung, die Medien und die Meinungsforschung (Statistiken).

Die Moderation des öffentlichen Diskurses ist meist geprägt durch ständige Gewichtung in die ein oder andere Richtung. Medien offerieren uns die zur Verfügung stehenden Positionen und bestimmen deren Priorität.

Neues Briefzentrum Germering

Sehr gut zu sehen ist das derzeit bei der geplanten Ansiedlung des neuen Briefzentrums für München und das südwestliche Oberbayern in Germering. Es soll die beiden derzeitigen Verteilzentren in München (Arnulfstraße) und Schorn (bei Starnberg) bündeln und ersetzen.

Frühzeitig wurde sichtbar, dass dieses Großprojekt im Stadtrat auf politischen Widerstand stoßen würde und eine enge Abstimmung zu erwarten ist. Also galt es, durch eine breite, klare und ehrliche Informationsoffensive um Zustimmung in der Bevölkerung zu werben – und so indirekt auch die Mandatsträger für das Projekt zu gewinnen.

Dies wurde durch enge Abstimmung mit der Deutschen Post graphisch in einem Informationsflyer realisiert. Wichtige Fragen, wie Bauplanung, Umgebungsbegrünung, Verkehrserschließung, höheres Gewerbesteueraufkommen, steigende Kaufkraft für die Stadt und Jobperspektiven wurden dabei in den Mittelpunkt gestellt – Punkte, die wichtig sind und zukunftsweisend, auch für die Bürger.

Parallel dazu wurde eine Website konzipiert, um der interessierten Öffentlichkeit noch einen weiteren Zugriff auf Informationen zu ermöglichen. Denn der permanente Zugang zu Informationen ist nicht mehr nur für die jüngere Generation von zentraler Bedeutung – sondern im Umgang mit Medien allgemein. Und damit wird auch der breite öffentliche Diskurs am Laufen gehalten.

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